Fehlercodes mit einem OBD2-Lesegerät auslesen
Ein OBD2-Lesegerät wird an die Diagnosebuchse des Autos angeschlossen und zeigt die im Steuergerät gespeicherten Codes an. In Europa ist die Buchse ungefähr seit 2001 bei Benzinern und seit 2004 bei Dieselfahrzeugen vorhanden.
Schritt für Schritt
- Finde die Buchse. Es ist ein 16-poliger Anschluss, fast immer unter dem Lenkrad oder in der Nähe des Sicherungskastens. Die genaue Position steht im Handbuch des Autos.
- Schließe das Lesegerät an, während die Zündung ausgeschaltet ist.
- Schalte die Zündung ein, ohne den Motor zu starten, sofern das Lesegerät nichts anderes angibt.
- Lies die Codes aus. Achte darauf, ob es gespeicherte, ausstehende und permanente Codes gibt.
- Notiere sie oder mach ein Foto, bevor du etwas löschst, auch von den Freeze-Frame-Daten, falls dein Lesegerät sie anzeigt.
- Suche jeden Code auf OBDpedia und arbeite die Prüfungen der Reihe nach ab.
Welches Lesegerät passt
- Bluetooth- oder WLAN-Adapter mit App: günstig und ausreichend, um generische Codes und Live-Daten zu lesen. Der gängigste Standard heißt ELM327. Prüfe, ob die App mit deinem Smartphone funktioniert.
- Handgerät: unabhängig vom Smartphone und praktisch für die eigene Garage.
- Multisystem-Diagnosegerät: liest auch ABS, Airbag oder Getriebe aus. Das brauchst du für Codes anderer Steuergeräte.
Die hilfreichsten Live-Daten
Kurz- und langfristige Gemischkorrektur, Kühlmitteltemperatur, Luftmassenstrom und die Signale der Lambdasonden. Mit diesen Daten kannst du den Fehler bestätigen, bevor du ein Teil kaufst.